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Inmitten
von Palmen, am steinigen Ufer von Port des Torrent, eine Ansammlung
von Hütten, Ständen, einer Bar und einem Restaurant. Auf dem Platz
in der Mitte steht eine Statue der indischen Göttin des Tanzes.
Wo sind wir?

Drei
Jahre ist es her, seit der Manager Miguel, ausgestattet mit einer
Vision und Freunden, die sie teilten, das Kumharas ins Leben rief.
Im ersten Jahr währte das Vergnügen nur ganze 20 Tage. Dann registrierten
die Offiziellen von Ibiza, daß dort "nichtgenehmigte Tanzveranstaltungen"
stattfinden, ganz umsonst, und somit entgegen der Abzocke der großen
Clubs.
Im Sommer darauf öffnete das Kumharas wieder, ohne Tanz, aber die
Göttin blieb. Seither gewann es stetig an Ansehen und wurde zum
Treffpunkt für Einheimische und Touristen, die den lauten Straßen
von San Antonio für einige Zeit entfliehen wollen.
Heute Abend hat uns der Klang der Trommeln angelockt.
Ein Konzert findet statt, und das Kumharas ist bis zum Bersten gefüllt.
Die verrückten Inder dort auf der Bühne ziehen alle Register. Sie
tanzen, jonglieren, trommeln auf ihren Tablas, spucken Feuer und
verschlucken die brennenden Fackeln. Die Zuschauer sind begeistert.
Um zwölf Uhr wird die Musik leiser, ein Kompromiß, der mit den umliegenden
Hotels eingegangen wurde. Aber niemand denkt daran zu gehen. Ein
paar Besucher spielen auf ihren eigenen Trommeln weiter, andere
lassen sich die Gesichter bemalen oder stöbern im Second-Hand-Shop.
Später unterhalte ich mich mit den Indern, die sich nach dem Konzert
unter das Volk gemischt haben. Sie erzählen, daß sie sich zur Zeit
auf einer Welttournee befinden. Und einer sagt, dies hier sei mit
Abstand der faszinierendste Ort, an dem sie bisher aufgetreten sind.
Keine Einwände.
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