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I survived Ibiza 2000, and all I made was this lousy glossary:
Lisa Space Tickets
People
Der Engländer (anglicus ordinarius)
Das englische Männchen ist leicht
zu erkennen: es ist meist laut, vulgär, und hat einen schlimmen
Sonnenbrand. Ab der Mittagsstunde ist es stark alkoholisiert und
macht beständig durch Brunftrufe auf sich aufmerksam. Zu Fußballspielen,
die in den zahlreichen Pubs übertragen werden, schmieren sich die
englischen Männchen rote Kreuze auf weißem Grund ins Gesicht, obwohl
sie keine Sanitäter sind!
Die Engländerin (anglicus pinktopicus)
Die englischen Weibchen sind ebenfalls
meist laut, vulgär und haben einen schlimmen Sonnenbrand, den sie
jedoch abends mit einer zentimeterdicken Schicht Glitter überdecken.
Generell sind sie stark geschminkt, leicht übergewichtig, tragen
aber nur die Kleidung der Topmodels in der selben Größe!
Die Deutschen (germanicus boringus)
Die Deutschen bilden nur eine Minderheit
auf Ibiza. Am meisten fallen sie dadurch auf, daß sie nicht auffallen.
Außer um 7 Uhr morgens am Hotelpool, wenn sie wie die Geier die
armen Plastikliegen mit ihren Handtüchern bewerfen, um ihr Revier
für den Tag zu markieren. Wo soll das noch hinführen?!
Die Spanier (los nativos)
Alle Spanier auf Ibiza sind
wenigstens halbtags Taxifahrer. Leider sind sie den Rest
des Tages nicht Mathematiklehrer, sonst könnten sie die Fahrpreise
genauer ausrechnen. Trotz der allgemeinen Betriebsamkeit sind sie
sehr freundlich und ertragen die Touristen mit gelangweiltem Gleichmut
- und dreckigen Witzen über die Achselbehaarung unserer Frauen.
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Places
Strand
Niemand fährt nach Ibiza wegen der
Strände. Aber die kleine Insel Formentera ist nur eine Fährstunde
weit entfernt von Ibiza Stadt, und dort sind die Strände so weit
und einsam, daß sogar der Papst baden gehen würde, wie Gott ihn
schuf.
Café del Mar
The Place to be: Auch im 20. Jahr
die Oase der Coolness am Rand von San Antonio. mehr
hier ...
Kumharas
Goa meets 70s entspannte
Atmosphäre und indisches Ambiente gibt es in dieser Strandbar am
Rand von Port des Torrent. Zusammen mit dem Café del Mar ist das
Kumharas der beste Grund, nach Ibiza zu kommen. mehr hier ...
Ayia Napa
Stadt auf Zypern, Mittelmeer, Europa,
Erde. Hier trifft sich angeblich die von Two-Step und Cocktails
bestimmte Gegenkultur zum überteuerten und überlaufenen Ibiza. Pah!
Plastic Fantastic
Definitiv der Plattenladen in San
Antonio. Die Angestellten bedienen nicht nur, sie unterhalten ihre
Kunden auch. Während der halben Stunde, die wir im Laden verbrachten,
testeten sie unentwegt die Tonhöhenfunktion des Mischpultes an dem
schönen Satz "Lisa, Space Tickets!". Und jede neue Stimme
verursachte einen neuen Heiterkeitsausbruch der Belegschaft, den
wir nach ungefähr 15 Minuten nicht mehr nachvollziehen konnten.
Gutes Zeug, daß die Jungs da haben, auch die Platten.
Clubs
Über 20 Jahre war die Insel der Motor
und die Hängematte der Kreativen Europas. Heute hat man das Gefühl,
daß sich die Clubs auf ihrem Erfolg nur noch ausruhen. Sie wiederholen
das Programm vom letzten Jahr für ein neues, weil gerade volljährig
gewordenes Publikum. Der Punkt ist gekommen, an dem Innovation nur
noch Risiko bedeutet. Im Kampf um die Gunst der Masse haben sich
die sechs Großen "Space", "Amnesia", "Es
Paradis", "Eden", "Pacha" und "Privilege"
in ihre Gräben zurückgezogen und setzen auf die etablierten Erfolgskonzepte:
Große Namen, viel Schaum, viel nackte Haut.
So drehen die Clubbetreiber weiter
an der Preisschraube, das "Space" kostet mittlerweile
über 100 DM Eintritt. Obwohl auf Ibiza immer noch die besten Parties
Europas stattfinden, ist es das nicht mehr wert. Neue Akzente wurden
diesen Sommer mit einer Vielzahl von Liveauftritten gesetzt. Ob
es das richtige Signal ist, mit den All Saints oder Kylie Minogue
die Clubs mit frischer Energie zu versorgen, ist jedoch fraglich.
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